logo haut-oel.info

Pflanzliche Öle als Cremes: meine Tipps

Ein Leben ohne Cremes??? Wer kann sich schon so was vorstellen? Viele der gesundheitsbewussten Frauen, die auf fertige Kosmetikprodukte aus dem Supermarkt oder aus der Apotheke komplett verzichtet haben. Am Anfang entstehen natürlich einige Fragen:

  1. Kann Kokosöl oder ein anderes pflanzliches Öl eine Gesichtscreme ersetzen?
  2. Trocknet Öl die Haut aus?
  3. Verstopft es die Poren?
  4. Was ist die beste Anwendung für pflanzliche Öle im Gesicht?
  5. Sind Öle für jeden Hauttyp geeignet?

Diese und andere Fragen beantworte ich in diesem Beitrag.

Warum pflanzliche Öle besser sind als Cremes aus dem Shop

Warum verwende ich keine industriellen Cremes und Body-Lotions?

Die meisten Cremes enthalten Glycerin, das die Haut zwar gut befeuchtet, aber nur solange die Luftfeuchtigkeit passt. Wenn die Luft zu trocken wird, zieht das Glycerin Feuchtigkeit aus der Haut aus. Das könnte das Phänomen erklären, warum man im Winter (Heizung zuhause, im Shop, Zug / Bus und bei der Arbeit) immer mehr Creme und Körpermilch braucht. Je mehr man davon aufträgt, desto trockener wird die Haut. Man wird von der Creme abhängig. Prinzipiell habe ich nichts gegen pflanzliches Glycerin (engl. Vegetable glycerin) und werde es vielleicht irgendwann in meinen fertigen Cremes ausprobieren. Werde sie aber nur dann auftragen, wenn die Luftfeuchtigkeit optimal ist.

Außerdem enthalten die herkömmlichen Cremes und Lotions Parabene, Alkohol und andere (unnötige) Substanzen.

Zweiter Punkt: Meistens sind moderne Gesichtscremes ganz normale Make-Up Produkte, nicht Pflegeprodukte. Das heißt, sie tarnen Defekte der Haut, beseitigen sie aber nicht. Falls die Haut zum Beispiel trocken ist, behandeln die industriellen Cremes sie nicht, sondern überdecken nur die Hautpartikel, dafür sind Silicone verantwortlich. Wäscht man die Creme ab, schuppt die Haut wieder. Es entsteht wieder der Entzug nach Creme / Körperlotion. Ist die Haut jedoch fettig, ziehen die industriellen Produkte einen dicken Film darüber. Dieser verhindert die Atmung der Haut und verschärft das Problem nur (“mattierende Gesichtscremes”).

Pflanzliche Öle beseitigen Probleme der Haut sozusagen von innen. Hier wird die Ursache bekämpft, nicht die Symptome. Hautöle liefern die notwendigen Fettsäuren (Linolsäure, Linolensäure, Ölsäure usw.) und Vitamine (Vitamin A, Vitamin E usw.) in die Hautschichten.

Öle statt Cremes verwenden: wie?

Aus den oben genannten und auch anderen Gründen hat man in der Zeit des Umstiegs auf pflanzliche Öle Probleme mit der Haut, Pardon, mit dem Aussehen der Haut, denn “Probleme mit der Haut” existierten schon vorher. Die industriellen Cremes maskierten mittels Glyzerin-Silikon-Paraben-Cremes alles, was irgendwie verdächtig aussah. Jetzt ist die Haut nackt und… ECHT. Das, was man jetzt, nach dem “Umstieg” auf Gesichtsöle, sieht, ist die eigene Haut wie sie wirklich ist. Und so (schlecht oder auch gut) war sie auch schon vorher.

In dieser Zeit hören viele wieder damit auf, Öle statt Cremes zu verwenden, denn sie denken, die Öle sind Schuld für das Hautbild, das anfangs nicht gerade zufriedenstellend ist. Sie glauben, die Öle trocknen die Haut aus. Oder dass sie die Poren verstopfen… Und, und, und… Dabei gerade jetzt muss man sich selbst zuhören, verstehen, was die Haut braucht (und ohne chemische Produkte kann man es sogar sehen), die richtigen Öle suchen und finden, das ganze Pflegeprogramm umstellen und die Hautprobleme an der Wurzel packen.

Und ja, es gibt auch Gesichtsöle für fettige Haut, nicht nur für trockene oder welkende. Das Haselnussöl sowie das Traubenkernöl haben zum Beispiel einen mattierenden Effekt und sind für fettige oder Mischhaut perfekt geeignet. Das Kokosöl wird eher selten auf Dauer verwendet, aber es gibt noch genug andere Öle für spröde oder trockene Haut. Schauen Sie meine Tabelle auf der Homepage an.

Zurück zum Thema. Was passiert meistens? Viele Frauen schmeißen Cremes einfach weg, fangen mit den Ölen an und... das war’s. Was ist hier falsch? Das ganze Pflegeprogramm muss umgestellt werden, Hautreinigung, Peeling und Tonisierung inklusive. Man soll nicht Cremes mit Ölen ersetzen und weiterhin chemische Peelings benutzen. Die letzten sind zu aggressiv für die offene Haut.

Man kann fast jedes pflanzliche Öl als Alternative zu Cremes verwenden. Nur einige Regeln sollte Frau einhalten, damit die Wirkung der Öle effizienter wird!

Wie soll man Hautöle / pflanzliche Öle statt Cremes richtig verwenden?

1. Das richtige Öl wählen. Ein Öl, das Ihrem Hauttyp nicht entspricht, kann die Haut sogar verschlechtern. Einige Tipps gibt es schon zu diesem Thema, man sollte aber trotzdem selbst ausprobieren, was am besten passt. Auch mit der Jahreszeit müssen Ihre Öle harmonieren. Manche verwenden im Sommer gar keine Öle, lediglich Aloe Vera Saft oder Gurkensaft. Mit der Zeit werden Sie Ihre Haut besser kennen als je zuvor!

2. Die richtige Menge nehmen. Es gibt keine “richtige” Menge für alle, Sie sollten es selbst herausfinden. Ausgehen kann man von diesen Werten (im Gesicht):

  1. 4-5 Tropfen für trockene Haut,
  2. 2-3 für normale,
  3. 1-3 für fettige oder Mischhaut.

3. Die Haut richtig reinigen. Keine fertigen / industriell hergestellten Peelings / Masken mehr: sie waschen den Schutzfilm (Hydrolipidmantel) der Haut ab. Ich verwende Ubatana als Peeling und Gesichtsmaske gleichzeitig, bevor ich Öle auftrage. Die sanfte indische Ubatana ist einfach die beste Pflege für Menschen, die Öle als Gesichtscremes verwenden. Falls es Ihnen zu kompliziert erscheint, verwenden Sie beispielsweise nur Reismehl oder Kichererbsenmehl als Peeling. Diese enthalten enorm viele nützliche Stoffe für die Haut.

Noch eine Variante - besonders gut für trockene Haut und für jeden Tag - ist Reinigung mit Öl. Ja, Sie haben es richtig verstanden, einfach das Gesicht mit warmem Wasser abspülen, einige Tropfen Öl auf ein Wattepad auftropfen und mit massierenden Bewegungen das Gesicht abwischen. Das Öl löst das Fett auf, das Bakterien und Hautpartikel beinhaltet. Die Haut ist dann sehr sanft, sauber und vielleicht brauchen Sie danach gar keine Öle mehr auftragen.


❄️ Schenk hautfreundliche Weihnachtsgrüße! 🎄



Ohne jegliche Reinigung können sich die Poren tatsächlich verstopfen, egal ob mit Ölen oder Cremes.

4. Die Haut tonisieren. Dies ist vor dem Öl-Auftragen nicht unbedingt notwendig, falls das Gesicht sauber ist. Aber es gibt mir zusätzlich das Gefühl vom Frische, daher verwende ich als Tonic / Gesichtswasser die gleichen Flüssigkeiten, die im Punkt 5 aufgelistet sind.

Im Sommer können Sie eine kleine Sprühdose mit Thermalwasser oder einem hausgemachten Gesichtswasser (sollte nicht zu konzentriert sein, und keine Milch, natürlich) ins Büro mitnehmen und von Zeit zu Zeit das Gesicht auffrischen. Keine Angst wegen Make-Up - es verrinnt nicht und bleibt erhalten, da die Tropfen sehr klein sind. Es entsteht eine frische “Wolke” - die wahre Stimulation für die Haut, aber auch für Ihre Kräfte und Stimmung.

5. Öle nur auf die FEUCHTE Haut auftragen. Wie ich schon geschrieben habe: die Öle trocknen das Gesicht aus, wenn sie auf die trockene Haut aufgetragen werden.

Statt Wasser kann man aber auch

  • Thermalwasser oder Mineralwasser nehmen sowie
  • Aloe Vera Saft oder Aloe Vera Gel (zieht 4 Mal schneller ein als Wasser!),
  • Joghurt-Wasser (ich nehme für die Mischhaut ca. 1 TL Joghurt für ein Glas Wasser) oder Milch,
  • Zitronen- oder Gurkenwasser,
  • Rosenwasser (Rosenhydrolat) oder andere Hydrolate.

Die bequemste Variante, sie gleichmäßig aufzutragen, ist die Sprühflasche.

Alle diese Flüssigkeiten spenden der Haut Feuchtigkeit, und zwar besser als Wasser. Joghurt-Wasser oder Zitronenwasser können sogar die Aufgabe eines leichten chemischen Peelings übernehmen und sind für fettige oder Akne-Haut besonders gut (saure Umgebung schützt die Haut vor schädlichen Bakterien).

Noch ein Grund, warum ich Hautöle nicht trocken verwende: mit der Feuchtigkeit werden sie leichter / sanfter aufgetragen und sparsamer verbraucht.

6. Regelmäßig oder zumindest fürs Erste natürliche Masken verwenden. Damit meine ich nicht Biokosmetik wie Dr. Scheller, sondern Masken aus Lebensmitteln: Honig, Joghurt, Haferflocken, Gurken… Alle diese essbare Dinge sind auch brilliante Feuchtigkeitsspender. Eine Feuchtigkeitsmaske pro Woche sollte reichen. Dazu kommt noch eine Vitamin-Maske oder Peeling-Maske wöchentlich, je nachdem: Eigelb, Karotten, Zitrone oder Joghurt.

Joghurt ist übrigens meine Lieblingsmaske! Die Haut sieht danach so hell aus (Milchsäure-Peeling) und fühlt sich geschmeidig an. Falls Sie normale oder trockene Haut haben, nehmen Sie lieber Sauerrahm. Joghurt ist eher für fettige oder Mischhaut.

7. Genügend Wasser trinken. No comment.

8. Auf Enrnährung achten. In der Umstellungsphase oder auch später kann es dazu kommen, dass bestehende Hauprobleme deutlicher werden oder neue dazu kommen. Diese können durch ungesunde Ernährung betont werden. Vermeidung oder Reduzierung der geräucherten, fetten, gebratenen, zu scharfen Lebensmitteln und Fastfood - das ist die Antwort.

GUTE Nachricht: ich überstand die Umstellung auf Öle komplett schmerzlos und ohne spezielle Diät. Meine Haut hat es sofort akzeptiert und fühlt sich auch heute noch gut an (knapp 3 Monate ohne Cremes).

Falls Sie endgültig festgestellt haben, dass Sie keine Gesichtsöle vertragen, können Sie ein paar Rezepte mit Kokosöl, Sheabutter, Jojoba-Öl oder anderen Ölen finden und eine Gesichtscreme selber machen. So oder so sind handgemachte Cremes viel besser als gekaufte, da sie mit Ihrer Haut bestens abgestimmt sind. Darüberhinaus können Sie jederzeit die Rezeptur verändern, leicht anpassen oder eigene Inhaltsstoffe hinzufügen (Vitamin E, Urea, Xanthan, etc.).

Für alle, die pflanzliche Öle als Cremes benutzen oder gerade auf dem Weg sind: Bleiben Sie dabei, lesen Sie meine Erfahrungen Experimente und Tipps!

Kommentar hinzufügen

* Pflichtfeld
3000

Kommentare (3)

Sortieren nach:
Thema: Öle statt Gesichtscreme verwenden
0/5 (0)
 
Gravatar
Neu
A-M
Gravatar
1
2
0
Sep 2018
Erster Poster
A-M sagt...

Hallo!

Ich benutze auch seit ~6 Monaten nur Öle und zwar Jojobaöl und Arganöl. Meine Haut strahlt nur das Problem ist dass ich immer noch kein vernünftiger Make-up gefunden habe. Ich benutze von Vichy

Gravatar
Neu
Hugo von Windischgräz
Gravatar
2
1
0
Nov 2018
Hugo von Windischgräz sagt...

ÖL AUF DAS TROCKENE GESICHT GEBEN UND ERST NACHHER MIT DEM ZERSTÄUBER BEFEUCHTEN

Valentina, Du sagst, man soll "Öle nur auf die FEUCHTE Haut auftragen". -- Das heisst also, man macht das Gesicht leicht feucht (aber natürlich nicht tropfnass, sonst gibt es nachher mit dem Öl eine Sauerei). Dann trocknet man die Hände ein wenig ab, öffnet die Ölflasche und gibt das Öl hastig in die Handfläche und verteilt das Öl dann tüpfchenweise im Gesicht... Aber während man all das unter Zeitdruck mit unruhigen Bewegungen macht, ist das (leicht feuchte) Gesicht bereits von selber trocken geworden. D.h. diese Anleitung ist viel zu ruppig und funktioniert eigentlich trotzdem gar nicht.

Viel schlauer und professioneller ist es gemäss meiner eigenen Erfahrung, wenn man in aller Ruhe das Öl einfach tüpfchenweise im trockenen Gesicht verteilt und die Tüpfchen nur grob ein bisschen ausbreitet, und dann destilliertes oder demineralisiertes Wasser aus einem Wasserzerstäuber ins Gesicht (oder generell auf die zu ölende Hautstelle) sprüht; und jetzt kann man das Öl seelenruhig einmassieren, und es fühlt sich nun so angenehm an als ob es eine Creme wäre. Andernfalls kann man gar nicht wirklich einmassieren, denn da man nur 3 Tropfen verwenden soll, kratzt es ja fast im Gesicht, das viel empfindlicher ist als z.B. die Haut auf dem Rücken. Ich finde, das angebliche Einmassieren von Ölen auf der vorher befeuchteten Haut wie es vielerorts (gebetsmühlenartig) gelehrt wird, ist eine Art sektenhaftes Märchen der Pflanzenöl-Naturkosmetik (das die interessierten Leute in vergleichbarer Weise zum Narren hält wie z.B. die Medienberichterstattung über Politik).

Gravatar
Regular
Valentina
Gravatar
11
1
6
Jun 2018
Top Poster
Valentina sagt...

Hallo Hugo, vielen Dank, dass du deine Erfahrung so ausführlich mit uns teilst! Diese Reihenfolge (zuerst Feuchtigkeit, dann Öl) kommt vom Glauben oder Erfahrung anderer Menschen, dass die Feuchtigkeit auf der Haut mithilfe von Ölen sozusagen "versiegelt" wird. Das Wasser wird also in die Haut durchgeleitet und das Öl ist hier nicht nur ein gesundes Pflegemittel, sondern auch ein "Leiter", der die Aufnahme erleichtert. Das Öl bleibt auf der Haut als Okklusion (Schutzfilm), nachdem das Wasser von der Haut aufgenommen wurde.

Aber: nachdem durch die Massage sowieso alle Schichten auf der Hautoberfläche durchgemischt werden, könnte es tatsächlich sein, dass die Reihenfolge keine Rolle spielt. Somit wäre deine Theorie/deine Erfahrung natürlich rationell und äußerst wertvoll.

Ich persönlich habe diese "Regel" (zuerst Wasser/dann Öl) nie in Frage gestellt und werde es auf jeden Fall in deiner Ausführung testen. Freue mich schon, die Ergebnisse des Experimentes mit euch hier zu teilen!

Gravatar
Neu
Hugo von Windischgräz
Gravatar
2
1
0
Nov 2018
Hugo von Windischgräz sagt...

Valentina: Im ausserhalb der Kommentarfunktion fehlgeleiteten Kommentar per E-mail hast Du mir zwar bereits geantwortet, dass sich hier durch Verreiben vom auf die Haut gegebenen Öl mit (daraufgesprühtem zerstäubtem) Wasser keine Emulsion bilde. Aber, ist das so sicher? Du sagst, man brauche einen Emulgator, damit sich eine Emulsion bilde. Aber da wir hier mit dem Öl auf der Haut nur einen hauchdünnen Film bilden, sind vielleicht Bestandteile der Haut (die wie eine verwinkelte Küstenlinie aus dem Körper herausragen und seine Oberfläche darstellen) der Emulgator? -- Und gerade das ist ja das faszinierende, dass es so einfach ist: Die Haut hätte dann die Eigenschaft bei dünnen Filmen selbstemulgierend* zu wirken.

Es fühlt sich auch real so an, als ob eine emulgierte Creme auf der Haut wäre... Da nun aber Wasser gebunden ist, sollte man wohl in solcher Weise behandelt nicht sofort bei Minustemperaturen nach draussen gehen, weil dieses Wasser auf der Hautoberfläche ev. gefrieren könnte, ähnlich wie bei Anwendung von Wasser-in-Öl-Emulsionen.

------------------

* In Analogie zu Teflon, das als "selbstfettend" bezeichnet wird

Gravatar
Regular
Valentina
Gravatar
11
1
6
Jun 2018
Top Poster
Valentina sagt...

Hallo Hugo, nein, es ist natürlich nicht sicher. Ich meinte nur, dass die beiden Phasen sich auf dem Gesicht nicht verbinden können, weil sie sich auch in großen Mengen nicht verbinden (mit wenigen Ausnahmen wie Sheabutter + Wasser bei gewisser Dosierung).

Ich versuchte, etwas zu diesem Thema zu finden - vergeblich. Ich glaube, auf diese Frage kann nur ein Chemiker oder ein anderer Spezialist mit Ausbildung im Bereich Chemie antworten.

Gravatar
Neu
Corina Paul
Gravatar
1
0
0
Nov 2018
Corina Paul sagt...

Liebe Valentina, herzlichen Dank für deinen tollen Bericht...du hast mir echt weitergeholfen und mir viele Fragen beantwortet bzw. Mut zum weitermachen gegeben! Hast du mir noch eine Alternative was ich zur täglichen Reinigung benutzen kann? Ich habe die Öl-Variante also auf die trockene Haut auftragen und mit warmen, feuchten Tuch abnehmen versucht, die Haut war aber danach furchtbar trocken und schuppig. Zum Anfeuchten benutze ich Thermalwasser oder auch Rosenwasser und massiere dann eine Mischung aus kaltgepressten Arganöl und Jojobaöl in meine Haut ein. Mein Hauttyp ist etwas kompliziert...ich habe trockene Haut, sehr sensible Haut die aber auch schnell zu Unreinheiten neigt daher habe ich mich für Öle entschieden, die meine Poren nicht verstopfen. Benutzt du das Ubatana täglich? Also ein tägliches Peeling? Freue mich auf deine Antwort, herzlichst Ina

Gravatar
Regular
Valentina
Gravatar
11
1
6
Jun 2018
Top Poster
Valentina sagt...

Hallo Corina, freut mich, dass ich dir weiterhelfen konnte und dass du den Schritt zur Naturkosmetik machst! Nein, ich verwende Ubatana nicht täglich, momentan ca. 2-3 Mal wöchentlich.

Bezüglich Verwendung der Öle anstelle von Gesichtscremes bei trockener/schuppender Haut...

1. Wie genau trägst du das Öl auf? Habe dich leider nicht ganz verstanden. Zuerst schreibst du aufs trockene Gesicht, dann "zum anfeuchten...".

2. Wie viel Arganöl und Jojobaöl nimmst du in deiner Mischung? Falls es jeweils ca. 50% sind, dann ist es keine gute Relation - dein Gesichtsöl enthält zu wenig Linolsäure. Siehe meinen Rechner für trockene Haut.

Selbst Arganöl allein wäre für dich besser als diese Mischung, finde ich, dann werden ca. 33% Linolsäure nicht durch Jojobaöl "verdünnt". Spiele mit dem Rechner (ob manuell oder automatisch) und probiere eine neue Mischung aus.

Sonst kann ich vermuten:

a) deine Haut verträgt diese Öle nicht und du brauchst andere / die Öle sind schlechter Qualität.

b) Thermalwasser oder Rosenwasser werden von deiner Haut nicht vertragen / sind schlechter Qualität.

c) du verwendest Öle statt Cremes nicht lang genug (die Gewöhnungsphase kann bis zu einem Jahr dauern, so manche Frauen). Bei mir hat es ein paar Monate gedauert und wenn ich's ganz genau anschaue (meine Haut war damals in schrecklichem Zustand)..., vielleicht sogar länger.

d) du brauchst ein gutes Peeling, das deiner Haut nicht schadet. Probiere es mit Ubatana (nicht öfter als 2 mal wöchentlich) oder mit einem weichen Tonic/Gesichtswasser mit Peeling-Effekt. Der beste Ingredient für empfindliche Haut sollte Allantoin sein (sehr gute Hautverträglichkeit). Es entfernt die abgestorbene Hornschicht der Haut und beruhigt sie gleichzeitig. Ich verwende es in meinen Tonics - ca. 0,5 %, manchmal auch mit Milchsäure wegen feuchtigkeitsspendender Wirkung.

e) du benötigst Feuchtigkeit, die länger in der Haut bleibt bzw. das Wasser bindet. Bienenhonig (falls er bei dir keine Allergien auslöst und nur wenig davon, damit die Poren nicht verstopft werden) und/oder D-Panthenol (auch nicht übertreiben und herausfinden, wie viel du brauchst - auf Dauer 0,5 bis 2 % würde ich sagen) sind aus meiner Sicht ideale Zutaten für einen Tonic mit feuchtigkeitsspendender Wirkung!

Da wir hier über die richtige Verwendung der Öle im Gesicht sprechen, kannst du deine selbstgemachte Tonics natürlich auch als Befeuchtung nehmen, bevor du Öle aufs Gesicht aufträgst.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen. Wünsche dir viel Erfolg mit deinen neuen Rezepten/Gesichtsölen!

 
Seite 1 von 1