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Die ersten Erfahrungen mit Kokosöl: Körper, Gesicht und Haare

Nun habe ich endlich selbst Erfahrungen gemacht, um zu bestätigen, dass Kokosöl wirklich so gut für die Haut und Haare ist. Ich bin keine Ungläubige in Sachen Naturkosmetik oder natürliche Pflegemittel, aber die Studien und Artikel zum Thema “Magische Kräfte des Kokosöls” für die Haut und Haare haben mich stutzig gemacht. Kann ich die Super Eigenschaften des Kokosnussöls bestätigen? Lesen Sie weiter!

Kokosöl statt Creme oder Bodylotion: meine Erfahrungen

Kokosöl statt Gesichtscreme? Ja, es geht! Aber:

  • Nicht nur das Kokosöl allein, sondern mit anderen Pflanzenölen und Pflegeprodukten verwenden.
  • Nicht auf die fettige T-Zone auftragen, falls die Poren zu groß sind.
  • Man sollte es richtig anwenden (als Emulsion).

Mein Körper (Arme, Beine…) verträgt sich ganz gut mit dem puren Kokosnussöl (habe überwiegend trockene Haut). Also, Kokosöl statt Körperlotion oder Bodymilk ist auch möglich (verdünnt mit Wasser oder nicht - bei mir geht beides, aber ich bevorzuge es auf die nasse Haut). Und Kokosöl nach dem Duschen ist eine echte Beglückung!

Meine Erfahrungen mit Kokosöl

Auch für die Fußpflege und Ellenbogen eignet es sich nach meiner Erfahrung hervorragend. Für diejenige, die Hyperhidrose (Schweißausbrüche) haben: es ist Ihre Chance. Die Füße fühlen sich sehr angenehm, weich und trocken über lange Zeit.

Was ist mit Gesicht? Falls Ihre Haut sich mit dem puren Öl nicht verträgt, benötigen Sie eine Emulsion. Ich würde aber trotzdem empfehlen, gleich mit dieser Variante anzufangen. Auch viele Experten im Bereich Kosmetologie raten davon ab, das pure Öl ohne Wasser auf die Haut aufzutragen.

Meine Vermutung: das Öl löst sich im Öl auf. Da die Haut auch Fette / Lipide beinhaltet, werden diese vom Pflanzenöl aufgelöst. Wasser verhindert diesen “Diebstahl” von Fetten aus der Haut und verhindert Feuchtigkeitsverlust.

Es gibt zwei Typen von Emulsionen: Wasser-in-Öl-Emulsion und Öl-in-Wasser-Emulsion. Die habe ich hier ausführlich beschrieben.

Feuchtigkeitspflege und Schutz vor Austrocknung zugleich

Ich verwende die O/W-Emulsion (Öl-in-Wasser-Emulsion) fürs ganze Gesicht, warte 2-3 Minuten ab und trage abschließend die W/O-Emulsion auf die trockene Bereiche auf (in meinem Fall Nasenlippenfalten).

Die erste Variante allein (ohne darauffolgende W/O) verwende ich ab und zu als Tagespflege, da das Öl in dem Fall schneller einzieht und das, was bleibt, sieht nicht ölig aus. Falls es doch fettig ist, einfach mit einem Taschentuch leicht durchweichen, fertig.

Ist das Leben ohne Creme möglich? Kann man eine Creme mit Pflanzenöle ersetzen? Die Antwort und meine Erfahrungen dazu folgen.

Ist Kokosöl komedogen?

Schwer zu sagen, da es von Mensch zu Mensch verschieden sein kann. Allgemein würde ich aber sagen “Ja”, ist es. Komedogene Öle sind auf der Homepage aufgelistet. Meine Haut auf der Nase und auf dem Kinn ist sowieso immer ölig gewesen (das war mein erstes Öl). Am 3.Tag habe ich 2 schwarze Punkte auf dem Kinn bemerkt: Verstopfte Poren. Ob es wegen des Kokosöls war, oder als Reaktion auf die radikale Umstellung der Hautpflege, oder sonstiges, kann ich nicht sagen. Trotzdem werde ich kein Risiko eingehen und das Kokosfett nicht jeden Tag und nur auf die fettfreien Stellen auftragen, also dort, wo die Poren klein sind und die Haut normal oder trocken ist. Es gibt genug Pflanzenöle, die nicht komedogen sind und damit besser für die fettige Haut als tägliche Pflege geeignet sind, Sheabutter, zum Beispiel.

Anmerkung: Mein Kokosöl ist unbehandelt, ungehärtet, unraffiniert, nicht desodoriert, nativ und Bio. Behandelte Öle haben vielleicht niedrigere Komedonität, aber auch schlechtere Wirkung auf die Haut.

Kokosöl gegen Falten

Dazu kann ich nichts sagen. Meine Falten sind nur die sogenannten Krähenfüße - zwei mimische Fältchen bei jedem Auge. Die wollte ich loswerden oder zumindest weniger tief machen. Nach einige Tagen habe ich noch keine sichtliche Veränderung gesehen. Vielleicht würde ich das Resultat doch irgendwann erzielen, werde aber nicht weiter machen, denn meine Augen sind vom Kokosöl ein bisschen irritiert. Sie sind schon immer extrem empfindlich gewesen, und die zahlreichen Anti-Falten-Cremen für die Augen machten die Situation noch viel schlimmer, als dieses Öl. Meinem Mann macht es aber nichts aus: seine Augen haben von dem Öl nicht ein bisschen gelitten.

Außerdem habe ich die Befürchtung, dass die Falten noch tiefer werden (dadurch, dass ich sie immer wieder mit dem Taschentuch abtrocknen muss, wenn sie tränen). Vielleicht muss ich’s im Augenbereich anders verwenden, vielleicht ist genau dieses Öl zu konzentriert für meine Augen, aber ich werde ein anderes Pflanzenöl für diesen zarten und trockenen Bereich aussuchen. Schließlich habe ich jetzt einen Vorrat zum testen!

Zu den Punkten “Mit Kokosöl Make-Up entfernen” und “Wimpernpflege mit Kokosöl” habe ich deswegen leider keine Erfahrung gemacht. Probieren Sie es auf jedem Fall zuerst mit dem Öl im äußeren Augenbereich, bevor Sie es direkt auf die Augen zum Make-Up-Entfernen auftragen. Wenn es sich gut anfühlt und die Augen nicht irritiert sind, können Sie das Öl auch als Make-Up-Remover einsetzen.

Und noch wichtigerer Tipp: Bevor Sie überhaupt irgendein Öl probieren, egal wo, testen Sie es pur auf den inneren Seite des Ellenbogen, um sicher zu sein, dass Sie dagegen nicht allergisch sind.

Kokosöl gegen Juckreiz? Teils positive Erfahrung

Ja, auf der trockenen Haut. Es hat bei mir geholfen (auf den Händen), aber wahrscheinlich weil der Juckreiz Trockenheit-bedingt war. Zu trocken = Kokosöl auftragen = Juckreiz weg, da nicht mehr trocken.

Gegen starken Ekzem-Juckreiz (nässendes Ekzem) hat es bei mir nicht geholfen.

Wenn es um Juckreiz anderes Ursprungs geht (zum Beispiel Infektion), weiß ich es nicht.

Erfahrungen mit Kokosöl gegen Post-Akne und rote Flecken

  1. Post-Akne ist Hyperpigmentierung oder ganz einfach: die roten Flecken, die nach den Pickeln bleiben. Je älter man ist, desto länger dauert es, bis die Flecken von allein verschwinden.
  2. Die ganz anderen roten Flecken waren bei mir eine Folge der Fieberblase. Aus irgendeinem magischen Grund ist sie teils auf der Lippe aufgetreten und teils auf der Haut unten am Kinn. Ich habe sie mit der selben Salbe behandelt, wie auf der Lippe (mit Hydrocortison und Aciclovir), das war ein großer Fehler! Die Entzündung ist zurückgegangen, aber nur vorübergehend, in die inneren Schichte der Haut. Danach hatte ich das Gefühl, dass sie innerhalb der Haut verbleibt, und weder verschwindet noch ausbricht. Ich sollte die Stelle besser gar nicht medizinisch behandeln. Mit verschiedenen Mitteln wie zum Beispiel Ichtholan-Salbe habe ich sie endlich ausgezogen, aber die Haut ist auf der Stelle extrem trocken geworden und die roten Flecken sind geblieben - kein zufriedenstellendes Ergebnis seit mehreren Wochen! Die Salbe “Bepanthen” scheinte, den Wassergehalt der Haut zu normalisieren und die Hautoberfläche geschmeidiger zu machen, aber nur solange ich die Salbe auf Haut hatte.

Fotos vorher und nachher

Im ersten Teil des Fotos sehen Sie die Flecken auf dem Kinn sowie das Zwischenergebnis danach (nach 4 Tagen). Die Flecken und Nasenlippenfalten sind definitiv heller geworden und die Haut ist weicher. Allgemein hat meine Haut eine gleichmäßigere Farbe bekommen. Die Fotos sind selbstverständlich unbearbeitet, um ein unverfälschtes Ergebnis zu veranschaulichen. Den Unterschied in der Helligkeit habe ich auch gelassen wie es war (leider ändert sich die Helligkeit der Fotos je nach Tageszeit der Aufnahme). Nach 4 Tagen ist es natürlich nicht perfekt, aber sicher besser (ehrlich gesagt sah es real noch besser aus, als auf dem Foto).

Erfahrungen mit Kokosöl - Haut Vorher / Nachher

Dazu muss ich aber sagen, dass ich das KÖ auf dem Kinn parallel mit Zitronensaft verwendet habe. Ich glaube, dass sie zusammen besser wirken, als Zitronensaft allein, den ich schon seit einem Monat benutzt hatte (ohne so großen Erfolg). Vielleicht liegt es daran, dass die Haut sich schneller regeneriert, wenn man direkt nach der Verwendung der Fruchtsäure das Kokosöl aufträgt. Dadurch werden vermutlich die Schäden des pH-Wertes minimiert.


❄️ Schenk hautfreundliche Weihnachtsgrüße! 🎄



Wichtig: Zitrone darf man nur abends verwenden, wenn die Sonne weg ist, da sie Hautverbrennungen begünstigt.

Das Geheimnis des Kokosöls oder Kokosöl statt Deo

Ist kaum zu glauben, aber irgendwie ist es doch logisch, dass Kokosöl antibakteriell wirkt. Kokosöl statt deo. Hmmm…? Ein eindeutiges JA! Ehrlich gesagt, habe ich es zufällig herausgefunden: als ich die Reste von den Händen irgendwo einschmieren musste und Hände und Beine schon gekokosölt wurden, habe ich sie unter den Armen abgeschmiert. Nicht besonders viel, eher eine sehr dünne Schicht, aber es hat geklappt! In den nächsten Stunden habe ich gemerkt, dass ich nur diesen dünnen Fettfilm habe, keinen Nanometer Schweiss und auch nicht den geringsten Geruch. Ein kleiner Tipp oder Zusatz-Info, der / die vielleicht wichtig für die Anwendung war (vielleicht auch nicht): meine Haut unter den Armen war glatt depiliert, frisch gewaschen und absolut trocken.

Am nächsten Tag habe ich es wieder ausprobiert (diesmal eine etwas dickerer Schicht), da ich gedacht hatte, es sei ein Zufall gewesen. Es war kein Zufall. Am 3-Tag habe damit den ganzen Tag im Garten verbracht - das Ergebnis ist gleich. Jetzt habe ich ein Deo zum Einschmieren und bleibe dabei! Stark übertreiben sollte man damit nicht, finde ich, um die Poren nicht zu verschließen.

Wie es sich auf der Kleidung auswirkt, kann ich nicht sagen, da ich momentan nur ärmellose T-Shirts trage, oder Jacken, die die Haut kaum berühren.

Kokosöl für die Haare: Erfahrung mit Öl-Maske

Meine Haare sind eigentlich in Ordnung. Das Problem ist die fettige Kopfhaut, die irgendwie gleichzeitig trocken ist (juckt nach dem Waschen). Dadurch werden natürlich die Haare schnell fettig. Auch hier war Kokosöl nützlich.

Meine Anwendung war: die Kopfhaut mit den nassen Fingern befeuchten, Kokosöl in den Händen erwärmen und in die Kopfhaut einmassieren. Für 40 Minuten bis 1 Stunde lassen und dann ganz normal duschen / Haare waschen. Die Haare sind jetzt tatsächlich deutlich weniger fettig! Dem System werde ich weiter mindestens einmal in der Woche folgen. Warum hat es so schnell gewirkt? Ich weiß nicht genau, aber ich vermute, dass meine Kopfhaut ursprünglich zu trocken war und deswegen übermäßig viel Fett produzieren musste. Mit dem Kokosfett habe ich ihre Aufgabe der Fettproduktion eliminiert, da die Haut mit dem Kokosöl genügend Fette bekommt.

Noch etwas: Meine Haare sind weicher geworden, obwohl ich das Öl nicht auf der ganzen Länge verwendet habe. Habe einen kurzen Schnitt und wenn die Haare länger werden, stehen sie bei den Ohren auseinander. Jetzt liegen sie ganz normal an, ohne dass ich es beabsichtigt habe! Ok, habe natürlich nichts dagegen.

Fazit:

Das Öl macht die Haut relativ schnell weicher, das ganze Hautbild gesünder und die Farbe gleichmäßiger.

  • Ich werde das Kokosöl weiter für den ganzen Körper nach dem Duschen verwenden (Das Auftragen auf die trockene Haut bringt sofortige Hilfe und bleibt auch am nächsten Tag als ganz dünne Schutzschicht auf der Haut).
  • Im Gesicht werde ich es abwechselnd mit anderen Hautölen verwenden (außer fettige T-Zone), als einzige Gesichtspflege ist es mir nicht genug.
  • Im Augen-Bereich werde ich’s nicht verwenden. Gegen Ekzeme finde ich auch etwas Besseres.
  • Post-Akne und rote Flecken - Super!
  • Desinfektion der Haut - auch toll! (keine Pickel mehr. Zufall oder nicht? Mal abwarten...)
  • Fettes Kokosöl gegen fettige Haare? Absolut empfehlenswert!
  • Aroma, das an einem weißen Strand erinnert? Herrlich!

Aktualisierung am 13.06.2018: Ich verwende das Kokosöl nicht mehr fürs Gesicht, aber manchmal für den Körper und ganz besonders für die Füße. Fürs Gesicht fand ich schon andere (aus meiner Sicht bessere für fettige Haut) harte Öle, wie Sheabutter, zum Beispiel. Verwende sie in meinen Ölmischungen.

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Kommentare (1)

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Thema: Kokosöl - meine Erfahrungen
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Dina
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Okt 2018
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Dina sagt...

Hallo

Warum verwendest du kokosöl nicht mejr für dein Gesicht?

Ich habe leichte akne an den wangen welche einfach nicht weggehen will. Dermatologoe hat so viele cremes gegeben ohne erfolg. Nun möchte ich es mit kokosöl versuchen vor allem auch wegen der vernarbung. Meine stirn ist grossporig und neigt zu fettend da werde ich es nicht anwenden. Liebe grüsse

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Valentina
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Okt 2018
Valentina sagt...

Hallo Dina,

ich würde an deiner Stelle kein Kokosöl anwenden, zumindest nicht pur, sondern nur in Mischungen mit anderen Ölen (ab 3)! Siehe meinen Rechner für verschiedene Zusammensetzungen für Problemhaut (auch für fettige Haut passend).

Gerade wegen seiner Komedogenität kann das Kokosöl zur Porenverstopfung führen (hat sich bei mir erst später gezeigt) und noch mehr Pickel verursachen.

Gegen Post-Akne (Flecken, die nach Pickeln entstehen und dauerhaft zurückbleiben) und leichte Vernarbung hilft Rosmarinöl hervorragend - dank seiner durchblutungsfördernden Wirkung. Es ist kein pflanzliches, sondern ätherisches Öl und soll nur 0,5 bis 3 % dosiert werden. Ich nehmen für therapeutische Zwecke so ca. 1 bis 2,5 Prozent. Im Gegensatz zu Kokosöl verstopft es nicht die Poren und verfeinert sie sogar.

Es hilft wirklich, kann ich bestätigen! Hier findest du ein fertiges Rezept (Gesichtsöl "Number One"). Es enthält zwar kein Kokosfett, dafür aber Rosmarinöl - den "Fleckentferner" für jeden Hauttyp.

Mithilfe vom Rechner kannst du dieses Rezept auch beliebig modifizieren, z.B. Sheabutter mit einem leichteren Öl austauschen.

Achtung: Rosmarinöl darf nicht in der Schwangerschaft verwendet werden.

Viel Spaß beim Experimentieren!

 
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