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Sonnenschutz mit natürlichen pflanzlichen Ölen

Als erstes möchte ich feststellen, dass keine pflanzlichen Öle so einen hohen SPF haben, dass sie eine gute Sonnencreme mit SPF 30+ ersetzen können. Trotzdem versuche ich, in meinen sommerlichen Ölmischungen und Cremes Öle zu verwenden, die zumindest einen minimalen Schutz gegen UV-Strahlung aufweisen.

Was ist SPF? SPF oder (engl.) Sun Protection Factor / Lichtschutzfaktor ist nicht ein Mittel “gegen Sonnenbräune”, sondern die Fähigkeit kosmetischer Mitteln, die gefahrlose Bleibe unter der Sonne zu verlängern, also bis zu dem Moment, wenn UV-Strahlen anfangen der Haut zu schaden.

natürlicher Soneneschutz: pflanzliche Öle

Hier ist eine Tabelle, auf die du im Internet oft stoßen wirst:

Liste der vermutlich besten Öle mit SPF (Lichtschutzfaktor) bzw. natürlichem Sonnenschutz

  1. Arganöl
  2. Avocadoöl
  3. Baobaböl
  4. Walnussöl
  5. Jojobaöl
  6. Kaffeebohnenöl
  7. Kukuinussöl
  8. Himbeersamenöl
  9. Mangobutter
  10. Karottenöl*
  11. Olivenöl
  12. Wildrosenöl (Hagebuttenöl)
  13. Sojaöl
  14. Marulaöl
  15. Cupuacuöl
  16. Tamanuöl
  17. Maisöl
  18. Mandelöl
  19. Sesamöl

* Unter Karottenöl ist Mazerat gemeint.

Ich bin wie immer skeptisch und überprüfe alles, was ich irgendwie unlogisch finde. Wie können Öle vor der prallen Sonne schützen, wenn sie selbst schnell oxidieren? Sie sollen doch stabil sein, um meine Haut vor der Sonne schützen zu können, oder? Aus diesem Grund stellte ich einiges in Frage. Was denkst du darüber? Bist du mit der Liste einverstanden?


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Nach einigen Recherchen und Überlegungen ergab sich so eine kürzere Liste der Öle, die ich “sicherer” als die obigen finde:

  1. Avocadoöl
  2. Babassuöl
  3. Jojobaöl
  4. Kakaobutter
  5. Kokosöl
  6. Macadamiaöl
  7. Mangobutter
  8. Rizinusöl
  9. Sheabutter
  10. Vielleicht Reisöl (36,5 % Linolsäure, dafür aber relativ viel Vitamin E)
  11. Vielleicht kommt auch noch Sesamöl dazu, wegen des darin enthaltenen Sesamol.
  12. Olivenöl, wenn nichts anderes da ist.

Welche von diesen zwei Listen du in deinen nächsten Urlaub mitnimmst, bleibt dir überlassen. Vielleicht werde ich eines Tages seriöse Studien zu diesem Anliegen finden, die mich überzeugen, mein Sommer-Arsenal zu ergänzen!

Meine Erfahrung mit Kokosöl als Sonnenschutz

Da Kokosöl ist eines der ersten Pflanzenöle, das ich ausgiebig getestet habe und ich kann somit seine Wirksamkeit als natürlicher Sonnenschutz bestätigen.

Verbringst du deinen Urlaub in Thailand? Dann sollte es nicht lang dauern, bis du in der Nähe deines Hotels einen Verkaufsstand mit Kokosöl findest!

Unter relativ harten Bedingungen probierte ich bis jetzt nur Kokosöl aus. Am Abend war mein Gesicht leicht rötlich, das heißt doch verbrannt, obwohl es sich nicht so anfühlte und gar nicht weih tat. Trotzdem eine Super-Leistung, dafür, dass ich den ganzen Tag (Nachmittag) in der Sonne im Garten verbrachte.

Empfehle trotzdem nicht, sich nur auf das Kokosöl zu verlassen. Entweder du brauchst einen zusätzlichen Sonnenschutz (Creme mit gutem SPF) oder du verbringst nicht so viel Zeit unter den UV-Strahlen.

Was die Erfahrung mit Sheabutter betrifft, neige ich auch stark dazu, dass die Butter mich gut vor Sonnenbränden schützt. Außerdem ist sie ein riesiger Bonus, wenn’s um Schutz gegen andere Wetterbedingungen geht: Trockenheit und Wind.

Haare vor der Sonne mit Ölen schützen

Ich hatte schon die unangenehme Erfahrung und möchte dich davor warnen. Kopfhaut kann genauso verbrennen wie der Rücken. Am Strand und beim ruhigen Schwimmen im Meer solltest du einen Hut tragen und während der “Wasserakrobatik” Kopf und Haare mit Ölen schützen.

Allgemein bekannt sind Jojobaöl und Olivenöl als Haarschutz, obwohl das letzte vielleicht wegen des Geruchs nicht die beste Wahl ist. Natürlich kannst du auch Kokosöl oder andere, weniger bekannte Öle nehmen. Ich denke, Kokosfett ist nach Jojobaöl eines der besten Mittel für die Kopfhaut und Haare, ganz besonders für trockene Haut.

Wie verwendet man Sonnenöl für die Haare?

  • Tropfe eine kleine Menge Öl auf die Handfläche, wie viel ist von der Haarlänge abhängig.
  • Verreibe es in den Händen.
  • Trage das Beauty-Produkt auf die feuchte Kopfhaut und Haare. Verteile das Öl auf die gesamte Haarlänge.

So machst du gleichzeitig eine gute Haarmaske und schützt dein Haar nicht nur vor der Sonne, sondern verhinderst auch noch die Austrocknung durch das Meesalz.

Bienenwachs und Vitamin E am Strand? Ja!

Füge deinen Sonnenschutz-Mischungen etwas Bienenwachs hinzu (2 bis 5 %) - es wird deine Haut wasserresistent machen. Außerdem vergiss nicht, wie gesund Bienenwachs ist.

Vitamin E solltest du deinen Sonnenölen auch generell beimengen, nicht nur für den Strand. Es ist ein starkes Antioxidans und “arbeitet” indirekt gegen die Sonne . Außerdem wirkt es gegen Falten.

Sonnenbrand. Was tun?

Falls du doch einen Sonnenbrand bekommst, solltest du möglichst früh handeln.
Eine schnelle beruhigende Wirkung hat das Lavendelöl. Achtung: Lavendelöl ist kein Pflanzen-, sondern ätherisches Öl und muss in dem Fall in einem Trägeröl/Hautöl aufgelöst werden: Jojobaöl zum Beispiel, oder noch besser Sanddornöl. Sanddornöl ist überhaupt als After-Sun und sogar als Mittel gegen Haut-Verbrennungen sehr wirksam, obwohl es als natürlicher Sonnenschutz eher nicht zu empfehlen ist.

Noch ein Gewinner in der Kategorie “Hautverbrennungen” ist Cupuacubutter. Trage das Öl pur auf die Haut auf, ohne ätherische Öle, schon am nächsten Tag siehst du spürbare Verbesserungen.

Universelles Rezept gegen Sonnenbrand

Kamillenöl, Geraniumöl, Lavendelöl (haben alle beruhigenden Effekt) oder Pfefferminzöl (kühlender Effekt) kannst du bei Sonnenbränden so dosieren: 4 bis 7 Tropfen auf 5 ml Trägeröl (1 Teelöffel) für Erwachsene. Beispiele Trägeröle: Jojoba-Öl, Sanddorn-, Tamanu-, Kukui-, Macadamianuss- oder Avocadoöl.

In der Sonne solltest du keine ätherische Öle verwenden, wenn du dich damit nicht auskennst. Manche können phototoxisch sein.

Sommerliche Ölmischungen (Sonnenöle) mit Lichtschutzfaktor kombinieren

Wie immer, solltest du deine kosmetischen Öle nicht einzeln, sondern in Zusammensetzung mit anderen verwenden. Dafür kannst du auch die manuelle Auswahl des Online-Rechners für normale Haut auf haut-oel.info verwenden. Achte darauf, dass du Linolsäure, Ölsäure und Palmitinsäure im grünen Bereich hast. Alpha- und Gamma-Linolensäurehaltige Öle solltest du in einer kleinen Menge nehmen.

Auf jeden Fall ist Vernunft der beste Schutz gegen die Sonne. Falls du auf Sonnenbräune steht, solltest du wissen: Schokoladenfarbe ist “austauschbar”, Gesundheit nicht.

  1. Versuche, wenn möglich, direkte Sonnen zwischen 12 und 14 Uhr zu vermeiden.
  2. Trinke viel Wasser beim Sonnenbaden.
  3. Trage einen Hut.
  4. Am heißen Strand verlasse dich nicht auf Öle allein. Verwende Mittel wie selbstgemachte natürliche Sonnenschutzcremes bzw. Körpermilch oder Spray mit Titandioxid und/oder Zinkoxid oder industrielle Sonnenschutzmittel (besser von guten europäischen Marken).

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