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Fettsäuren-Rechner: Optimale Ölmischung automatisch berechnen

Hilfe/Anleitung zum Rechner für selbstgemachte Ölmischungen (Gesichtsöle/Körperöle)

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Kommentare (4)

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Regular
sagt...

Hallo,

mir gefällt deine Seite sehr gut vor allem, weil du nicht nur Rezepte hast, sondern auch die Öle vorstellst/erklärst. Meine Frage ist: Wie hoch sind die Toleranzgrenzen für die verschiedenen essenziellen Fettsäuren je nach Hauttypen? Hast du hierzu Erfahrenswerte und/oder Material zum nach lesen?

Die Werte Rechner basieren auf meinen Erfahrungen und Informationen aus verlässlichen Quellen mit fachlicher Redaktion wie zum Beispiel https://www.apotheken-umschau.de. Für oberflächliche Anwendung der Fettsäuren (auf der Haut) gibt es kaum Informationen zum Thema “Verhältnis Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren”(6-3) und “Linolsäure zu Alpha-Linolensäure”(L-A), deswegen halte ich es für sinnvoll, die Werte für normale Haut aus allgemeinen Empfehlungen zu übernehmen (innerliche Aufnahme): 5:1(6-3) bzw. 4:1(L-A) oder niedriger. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (Presse, DGE special, 2003 02/2003 vom 29.04.2003) und DocMedicus Vitalstofflexikon (http://www.vitalstoff-lexikon.de) geben ebenfalls das Verhältnis von 5:1 an.

Aus den obigen Werten (Verhältnis Omega-6 zu Omega-3 und Linol- zu Alpha-Linolensäure) sowie aus dem Verhältnis Linol- Ölsäure ergibt sich die Berechnungsgrundlage bzw. Prozentsätze der Fettsäuren für den Rechner.

Des weiteren gibt es noch andere Omega-Fettsäuren, die berücksichtigt werden sollten. Als Anti-Aging-Fettsäure gilt beispielsweise die Palmitoleinsäure. Eine entzündungshemmende Wirkung hat die Gamma-Linolensäure, was bei Hauterkrankungen von Bedeutung ist. Der Linolsäure-Gehalt sollte bei Ölmischungen für Problemhaut bekanntermaßen auch höher als für normale Haut sein usw. Je nach Hauttyp (normale Haut, Anti-Aging, Problemhaut) gibt dir der jeweilige Fettsäuren-Rechner einen passenden Wert aus. Dies ist allerdings nur eine Empfehlung von mir, keine medizinische Beratung!

Da der Gehalt einer bestimmten Fettsäure sogar im gleichen Öl schwanken kann (Ernte, Verarbeitung, Lagerbedingungen, Klima etc.), gibt es keine Möglichkeit, die Werte “laborgenau” zu berechnen. Die Toleranz kann also relativ groß sein (manchmal bis zu 10 %).

Nichtsdestotrotz halte ich den Algorithmus der Online-Fettsäuren-Rechner auf haut-oel.info (ob automatisch oder manuell) für rationeller und besser als die mir bisher bekannten Berechnungsmethoden. Aussagen wie “Nehmen Sie 60 % eines Linolsäurehaltigen und 5 % des Alpha-Linolensäurehaltigen Öles” können mich schon aus dem Grund nicht überzeugen, dass das “Alpha-Linolensäurehaltige Öl” auch Linolsäure enthalten kann. Öle und Fette dürfen nach meiner Meinung nicht unabhängig voneinander betrachtet werden.

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Seansagt...

Hallo,

ich bin sehr angetan von den den fundierten Kenntnissen und Infos, die ich hier lesen darf.

Ich wollte gern gerade die Automatikfunktion des Rechners ausprobieren. Leider spuckt diese kein Ergebnis aus, ganz gleich ob für eine Empfehlung mit 4, 5 oder 6 Ölen.

Ich habe auch mehrere Browser und Geräte ausprobiert.

Ich würde mich freuen, von dieser Funktion Gebrauch machen zu können.

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Regular
sagt...

Hallo Sean,

Danke, ich geb mir Mühe:)

Die Rechner sollten jetzt wieder funktionieren.

Da ist wohl ein Sicherheitsupdate übers Ziel hinaus geschossen, entschuldige die Unannehmlichkeit!

viel Erfolg mit deinen Mischungen,

liebe Grüße

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Beasagt...

Hallo, ich hab mal eine Frage ich bin grad am herrum experimentieren damit mit verschiedenen Ölen. Ich bin grad dabei mir ein Mischung zu machen aus:Kaffeebohnen Öl, Sheabutter, Rosmarinöl, Arganöl, Jojobaöl, Traubenkernöl, Kukuinussöl und zuletzt der Sesamöl. Ich bin von Beruf Chemikerin und zufällig auf die Seite von dir gestoßen, das gefällt mir sehr was du da alles kannst. Meine Frage ist meinst du ist das eine gute Mischung was ich das zusammen gemischt habe. Ich bin zwar der Meinung das das was für jeden Typ was dabei ist aber ich hab das Gefühl dass das irgendwas fehlt bzw. Nicht dazu gehört. Lg Bea

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Regular
sagt...

Hallo Bea,

zum Teil klingt gut. Eine kleine Änderung deines Rezeptes würde ich trotzdem vornehmen... Aber zuerst zu Rosmarinöl. Achtung: es ist kein Pflanzenöl (Basisöl), sondern ein (stark konzentriertes) ätherisches Öl. Man darf es nur in geringer Konzentration verwenden, 1-2 % zum Beispiel (für die tägliche Anwendung). Grobe Schätzung: 1 Tropfen auf einen Esslöffel ist ca. 1 %.

Sesamöl und Arganöl sind ziemlich identisch, was die Zusammensetzung betrifft. Siehe die Tabelle: https://haut-oel.info/fettsaeuren-tabelle.php Eines davon wäre ausreichend: nehmen wir beispielsweise Sesamöl. Sheabutter könnte meiner Meinung nach zu schwer für den heißen Sommer sein.

So oder so hättest du trotzdem zu wenig Ölsäure in deinem selbstgemachten Gesichtsöl.

Mein Vorschlag wäre: Jojobaöl, Traubenkernöl, Kukuinussöl, Sesamöl, 2 Teile von Macadamia-Öl. Also 5 Basisöle statt 7. Dann würdest du mit dem Ölsäure (Oleinsäure) zumindest in den gelben Bereich kommen. Und Palmitinsäure ist in der Variante sogar im grünen Bereich.

Viel Erfolg in deiner Kosmetik-Küche!

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didisagt...

Liebe Valentina,

ich probiere nun schon einige Zeit diesen Rechner aus und komme nie wirklich auf eine gute Kombination der Fettsäuren. Sind die grenzwerte so streng zu nehmen?

Meine Kosmetikerin hat mir eine Mischung aus Wildrosen-, Hanf- und Sesamöl als Gesichtspflege empfohlen. Ich habe dazu einige Tropfen Teebaumöl und Rosmarinöl sowie Lavendel reingemacht. Ich habe eine Haut mit kleinen Unreinheiten, sonst eher normal bis Mischhaut und bin 31 Jahre alt.

Würdest du mir noch etwas empfehlen oder findest du die Mischung gut so?

Danke übrigens für deine Seite, ich finde die Infos wirklich hilfreich.

Liebe Grüße,

didi

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Regular
sagt...

Hallo didi, danke für die netten Worte.

Nein, eigentlich nicht so streng. Aber natürlich hängt es davon ab, wie die Abweichungen bei deinem Hautöl sind. Warum denkst du, die Kombinationen seien nicht gut?

Zu deiner Öl-Mischung. Nach welchem Prinzip empfiehlt deine Kosmetikerin diese Kombination? Falls es das übliche Fettsäuren-Prinzip ist, dann verstehe ich das Rezept leider nicht. Hanföl und Hagebuttenöl (Wildrosenöl) haben eine sehr ähnliche Zusammensetzung und sind untereinander austauschbar. Warum sollen gerade die zwei Öle gleichzeitig in einem Gesichtsöl verwendet werden... Probiere es mit dem Fettsäuren-Rechner durchzuspielen, und du wirst es sehen: fast nichts verändert sich, ob du die beiden nimmst oder nur eines davon.

Sesamöl ist ganz ok.

Der Gehalt an Alpha-Linolensäure in deiner Mischung ist ziemlich hoch, was bedeutet das diese Gesichtsöl auf keinen Fall ein Tages-, sondern ein Nachtöl ist. Tagsüber oxidiert sich so ein Öl schnell auf der Haut, ganz besonders in der Sonne - das könnte Probleme verursachen (Mikroben, Pickel und sogar vorzeitige Falten und Pigmentflecken…). Aber zumindest Rosmarinöl hast du verwendet, das übernimmt die Rolle, obwohl in diesem Fall eine kleine, eines Antioxidans.

Es könnte aber auch sein, dass deiner Haut Ölsäure fehlt (ziemlich wenig in deiner Mischung). Probiere es mal nur mit einem Ölsäure dominierenden Öl (Aprikosenöl, Mandelöl oder gar Macadamiaöl, wo fast keine Linolsäure vorhanden ist), und beobachte, wie die Haut darauf reagiert. Falls du Verbesserungen merkst, verwende diesen Fettsäurenrechner für deine künftigen Öle: https://haut-oel.info/fettsaeuren-rechner-normale-haut.php - bei ihm ist der Anteil an Ölsäure höher.

Zusätzlich kannst du deiner Ölmischung auch 15-40 % Jojobaöl l zufügen - als stabilisierendes Öl, damit die Mischung nicht oxidiert. Darüber muss ich auch noch einen Beitrag schreiben. Leider noch immer nicht dazu gekommen. Oder Vitamin E: https://haut-oel.info/gesichtsoel-selber-machen-rezepte.php

Ätherische Öle würde ich erstmals für die erste Testphase mit einem Öl weglassen. Ich weiß nicht, welche kombinierte Haut du hast, falls teilweise trocken, dann sind sie für dich (außer Lavendelöl) zu “streng” bzw. austrocknend. Bei fettigen Stellen allerdings ganz gut.

Falls du trotz diese Empfehlungen nach Monaten keine Verbesserungen siehst, melde dich hier wieder. Viel Glück mit dem Rechner und deinen Experimenten!